~ Gedanken aus dem Fuchsbau ~

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Rechthaben

Eigentlich hatter ja recht. Dass ich "verdammt faul" bin beim bloggen. Und ich gebe das ungerne zu. Ich gebe eigentlich immer ungerne zu, dass jemand anders recht hat und ich nicht. War aber schon immer so.

Also habe ich eben mein Blog-Design geändert und es schaut auch gleich viel stimmiger aus, finde ich. Fuchs eben. Blau deswegen, weil das von mir sonst ausgewählte Rot irgendwie zu agressiv wirkt beim lesen. Deswegen das dunkle Blau. Passt auch grad zum anbrechenden Nachthimmel, der hat jetzt die gleiche Farbe.

Wenn du das hier liest, schwarzer Mann: du hast recht und ich gelobe Besserung.

Es gibt eigentlich keinen Grund hier nicht zu bloggen, wenn ich's eh in der osc mache. Ob man hier auch youtube-Videos direkt verlinken kann? Muss ich mal ausprobieren. Irgendwann.. Komme mit Scripten und dergleichen immer so schlecht zurecht. Ist wohl eine Talentunfähigkeit von mir.


Talentunfähigkeit.. mh.. typisch Rollenspieler


5.10.08 19:21


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Gigi

Es ist verflixt lange her, dass ich die CD eingelegt habe und bin erstaunt, dass mir die Musik noch immer gefällt - nach immerhin 7 Jahren seit Erscheinung des Albums und meinem Kauf.





Damals habe ich noch zu der Musik getanzt. Jetzt tanze ich gar nicht mehr, was eigentlich sehr schade ist. Falsche Scham durch nicht-Kopfausschalten-können. Blöd sowas. Blöd auch, dass es immer Alkohol braucht um tiefsetzende Hemmungen (ich hätte jetzt beinahe "Verschmutzungen" geschrieben, nach dem Vorbild der Commercials) zu lösen.

Aber Alkohol löst gar nichs. Es konserviert. Und CDs können neben schönen musikalischen Klängen auch Erinnerungen konservieren. Verdammt war ich damals noch jung und ungehemmt.. und ich hatte von nichts eine Ahnung.



Fotografiert Herbst 2000
6.10.08 07:38


Der beste Fehler

Ich vermisse sie immernoch oder schon wieder - das spielt keine Rolle.

Sie tat es, sie spielte eine große Rolle in meinem Leben, auch wenn sie die meiste Zeit nicht da war und wir uns kaum zu Gesicht bekamen.

Sowieso haben wir uns selten gegenseitig ins Gesicht geschaut, sondern einfach miteinander gelebt, uns ausgelebt uns ausgetobt.

Vier Jahre sind es gewesen, vier lange und schöne Jahre in denen ich sie immer besser kennengelernt habe. Sie war ständig in meinem Kopf und das war gar nicht mal schlecht, im Gegenteil. Durch sie habe ich gelernt soviel mehr ich selbst zu sein, Dinge zu tun, die ich vorher nie getan hätte.

Und jetzt ist sie nicht mehr da. Ich vermisse sie sehr, sehe ihre Klamotten hier noch immer herumliegen und erinnere mich an den Geruch, an den Spaß und all die spannenden Dinge, die wir gemeinsam erlebt haben.

Mit ihr war ich ichselbst. So richtig. Und wofür habe ich sie geopfert? Für eine Verblendung. Für eine zeitweilige Euphorie. Für eine große Lüge, die ich mir selbst gestrickt habe.

Und ist sie fort. Für immer. Es wird nur noch Erinnerungen an die Zeit mit ihr geben.

Ein Gutes hat der Verlust dennoch, so sehr er mir auch in der Seele brennt: ich bin von der Verblendung geheilt. Ich habe gelernt, habe Prioritäten neu ausgewogen und zur Trauer mischte sich Einsicht.

Ihr Verlust war der beste Fehler, den ich machen konnte. So sehr er auch weh tut, so sehr ich sie auch vermisse: es wird wieder jemanden wie sie geben. Ich werde sie nie ganz verlieren.

Denn ein Teil von ihr wird immer in mir sein.

Danke, dass ich mich mit dir ausleben durfte, Zwille!
Hunderttausend mal Danke!


7.10.08 12:24


Kann ich dir helfen - Extended Version

Folgender Text wurde von mir vor kurzem an anderer Stelle veröffentlicht und wird in diesem meinen Blog nun mit zusätzlichen Kommentaren meinerseits eingetragen:

Wer kennt das nicht: man tut grad Dinge. Kochen, zum Beispiel, oder Teig kneten, aufräumen, Dinge von A nach B schieben.

Dann kommt die intellektuelle Tomate # 1 in den Raum, hat gar nicht erst das Bedürfnis den Denkapparat einzuschalten und platzt gleich raus mit

Kann ich dir helfen?

Bittesehr, liebe Tomaten: wobei?
Wie wäre es statt dieser Floskel mit denken und dann erst sprechen? Frage Nummer eins: wie könnte man mir helfen? Gibt es Ansätze mir helfend zur Hand zu gehen? Brauche ich überhaupt Hilfe?

Ein dahergefragtes "Kann ich dir helfen?" ist bestimmt nett gemeint, entlarvt den Frager allerdings als Nichtmitdenker.

Was soll ich darauf antworten? Es ist mir lästig dann Ausführungen zu machen, dass ich das schon selbst kann, dass ich keine Hilfe bräuchte. Wer schon vor dem Fragen nicht denkt, dem kann ich auch keine Aufgabe geben, die derjenige vertrauensvoll bewältigen könnte um mir zu helfen.

Nein, danke, dann mache ich meinen Kram lieber selbst.

Nachdenker-bevor-Mundaufmacher erkennt man an sinnvolleren Fragen. Sowas wie

Soll ich schonmal die Teller rausholen?
oder
Was muss noch rübergebracht werden? Hab grad ne Hand frei..

An alle Nichtmitdenker:
Ich werde schon meinen Mund aufmachen, wenn ich eure schlichte Hilfe brauche. Dafür hab ich ihn ja - unter anderem.


Aufgepasst und zugehört: erst denken, dann fragen.
Wer das nicht beherzigt darf mit einer patzigen Antwort meinerseits rechnen.

Ich hab das sowas von satt, so lieb die Absicht dahinter auch sein mag!


Zusätzliches Gedankengut:

Ein ganz anderer Blickwinkel, warum ich diese stumpfe Nachfragerei nicht ausstehen kann ist sicherlich meine Körpergröße. Schon immer war ich "die Kleine". Natürlich, meine Körpergröße ist nicht unnormal - 1,60 m ist ein übliches Körpermaß, wenn auch außerhalb der größen-genormten Produkte namensbekannter Einrichtungshäuser.

Damals mit 14 war ich ein hageres kleines Etwas, kaum was auf den Knochen und zum ersten Mal als Praktikantin im Berufsleben. Nachdem ich meinen ersten ungerechten Tadel bekommen habe, machte es *klick* und ich schaltete auf Dickkopf alá "Denen werde ich's zeigen!".

Und ich habe es ihnen gezeigt. Ich war fleißig, schnell, kreativ, ordnungsorientiert.. ich war einfach gut. Doch immer wieder kamen Arbeiten auf mich zu, die ich bewältigen wollte um es "denen zu zeigen", die meine Köperkräfte überforderten. Da liegt also ein 15 kg schwerer Sack Futtermittel in der Gegend, also packe ich ihn mir und schleppe ihn unter sichtlicher Anstrengung dahin wo er hingehört. Natürlich stand gleich jemand an meiner Sete um den ach so schweren Sack dem dürren Mädchen abzunehmen. An seine genauen Worte erinnere ich mich nicht, aber es werden welche gewesen sein von der Art "Lass mich das machen, das ist zu schwer für mich".

Zu schwer.. pah! Denen werd' ichs zeigen!
So ging es dann weiter. Ich habe mir ungerne Arbeit aus den Händen nehmen lassen, die tatsächlich vom Gewicht zu schwer gewesen sind. Habe meine sehr schweren Müllsäcke voller dreckigem Kleintierstreu durch die Gegend gewuchtet, falsch gehoben natürlich und nicht ohne Folgen die ich jetzt, 11 Jahre später zu spüren bekomme. Aber das war mir egal. Klar, ich war klein, aber hey, deswegen braucht man mir doch nicht die Arbeit abnehmen mit der ich's "denen zeigen will".

Dabei ist es dann geblieben. Ich muss ständig mir und anderen beweisen, dass ich Dinge packen kann, auch wenn ich kleiner gewachsen bin und tatsächlich nicht viel Kraft in den Armen habe.

Wer mich dann fragt "kann ich dir helfen" unterstellt mir ungewollt und unbewußt Schwäche, die ich nicht auf mir sitzen lassen kann. Solange die zu erledigende Arbeit meine körperlichen Fähigkeiten nicht überschreiten, packe ich sie an. Um es denen zu zeigen! Um es mir zu zeigen!

Das ist ein Teil meines Stolzes, der so viele Bereiche meines Lebens umfasst.
Ich bin so verdammt stolz, dass ich mir nicht helfen lassen will.

Falscher Stolz?
Manchmal ja..
13.10.08 17:06


Wegfahren

Momentan verbringe ich viel Zeit mit einem Mitmenschen. Er wohnt ein gutes Eck weit weg von mir und kommt häufig mit dem Auto vorbei um mich mitzunehmen. Dann steige ich ein, schnalle mich an und neben einem kleinen Plausch starre ich aus dem Fenster und erlebe den Fahrtweg.

Dann nochmal. Und am nächsten Tag wieder.

Im Auto ans Ziel gebracht zu werden ist sehr praktisch, einfach und schnell - bequem eben. Menschen lieben Bequemlichkeit, deswegen werden sie ja auch so fett und dumm. Und so gerne ich meine Zeit auch mit eben dem einen Mitmenschen verbringe, so langsam stellen sich bei mir die Nackenhaare auf, wenn ich an die nächste Fahrt denke.

Klar, so sind wir schneller bei ihm und ich spare Geld. Aber mir fehlt dabei meine eigene Flexibilität, die Freiheit einfach jederzeit vom Weg abzuweichen und die Kleinigkeiten am Wegrand zu betrachten. Im Auto geht das nicht. Man rauscht an allen Dingen vorbei, die zwar Klein aber unglaublich schön sind.

Die Alternative wäre eine Busfahrt, die teuer und langwieriger aber ein klein wenig flexibler ist.

Was will ich? Freiheit und Flexibilität? Oder stört es mich eher untätig daneben zu sitzen und hinaus zu starren, während die Straße unter mir dahinrauscht? Nichts schlimmer als Untätigkeit.

Oder wäre ich lieber zuhause geblieben und mir widerstrebt es mitzufahren, weil es ein Wegfahren von zuhause ist?

Ich habe keine Ahnung.
Deswegen bleibt es bei der einen Frage - wie all die Tage zuvor:

Was will ich eigentlich?


14.10.08 06:20


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