~ Gedanken aus dem Fuchsbau ~

  Startseite
  Über...
  Archiv
  Kontakt
 

  Abonnieren
 


http://myblog.de/alaya

Gratis bloggen bei
myblog.de





Fazit: Ich liebe!

"Die Liebe ist wie ein Phönix - brennend steigt er empor und zerfällt zu Asche, um wieder neu daraus aufzuerstehen."

Schöne Worte von einem lieben Freund, die mir viel bedeuten.

Ich liebe gerne und aufopfernd, manchmal zuviel, manchmal zuwenig.

Zuviel, wenn ich denjenigen mit meiner Liebe einenge, mich demjenigen zu sehr mit Leib und Seele ausliefere.

Zuwenig, wenn derjenige viel mehr Liebe verdient hat, ich aber einfach nicht mehr Liebe in denjenigen investieren kann - aus welchen Gründen auch immer.

Viele habe ich bereits geliebt. Und viele liebe ich noch immer.
Meine Familie an oberster Stelle, mit all ihren Macken und Eigenarten.

Dann die Männer. In all den Jahren habe ich Partner gesucht, ein Gefühl der Verbundenheit gefunden und sie geliebt. Mal intensiver, mal experimenteller, mal verspielter, mal leidenschaftlicher.

Und jedes Mal endete die Liebe.
Manches Mal war aus der Liebe Gewohnheit geworden, ein anderes Mal hatte sich der Mann so sehr verändert dass ich ihn nicht mehr lieben konnte. Und es gab auch Male, in denen der Mann meine Liebe von sich wies, mich freigab und selbst keine Liebe für mich hatte. Dann musste auch ich damit aufhören, was jedes Mal schwer ist, aber jedes Mal funktioniert, das Aufhören.

Nicht ein einziges Mal bereue ich geliebt zu haben.
Vielleicht nur mich zu sehr hineingesteigert, mich zu sehr ausgeliefert zu haben. Zu emotional gewesen zu sein, zu blind und zu taub.

Heute liebe ich wieder. Einen Mann.
Ich liebe ihn aus vollem Herzen, habe im Blick mich emotional nicht zu sehr in diese Liebe hineinzusteigern, nicht blind zu werden. Sondern zu genießen, zu lieben und geliebt zu werden. Ohne Alltag, ohne Gewohnheit, ohne Abweisung.

Liebe ist ein Phönix.
Und was gibt es schöneres als ganz und gar zu lieben?


2.5.09 18:13


Werbung


Gitarre, Gesang und ein beobachteter Moment

Aus dem Tag ist ein Abend geworden. Die Sonne ist untergegangen und aus dem Licht ist ein Grau geworden. Dämmerung.

Unten auf dem Hof sitzt ein junger Mann an die Hauswand gelehnt, eine Gitarre in der Hand. Neben ihm sind die Pflastersteine von Kindern bunt bemalt. Sein Gitarrenkoffer steht offen, eine junge Frau mit langen blonden Haaren sitzt ihm gegenüber, die Arme um die angewinkelten Beine geschlungen, eine Zigarette in der Hand.

Er spielt und singt dabei.

Ich lehne aus dem Fenster, gemütlich und verträumt, schaue die zwei Stockwerke hinunter auf die beiden, schaue zu, höre zu, und genieße wie schön er spielen kann, wie schön er singt. Für das Mädchen da singt.

Nachdem er mit ein paar schönen melodischen Riffs das sentimentale Lied mit dem englischen Text geendet hat, begreife ich, dass dieser Moment nicht mir gehört. Sondern nur den beiden da unten.

Ihm, der im roten T-Shirt das Mädchen besingt.
Ihr, die ihn freundlich anlacht.

Ich gehe vom Fenster zurück, schließe es ganz damit kein Ton zu mir hinaufdringt.

Denn die Musik ist nicht für mich. Sie ist für das Mädchen.
Ich käme mir dabei nur wie ein Dieb vor, der den Moment begafft, die Atmosphäre bestiehlt und schlimmstenfalls stören kann.

Also bleibt das Fenster zum Hof geschlossen, sogar den Müll werde ich erst morgen rausbringen. Egal wie schön der Junge gespielt und wie schön er gesungen hat.

Und dieser Moment, an dem ich als Zuschauer kurz teilnehmen durfte, hat diesen wunderbaren Tag noch ein kleines Stückchen wunderbarer gemacht.


13.5.09 21:48





Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung